Checkliste für das Kennenlerntreffen & die Übergabe an den Tiersitter
Auf einen Blick
Ein persönliches Kennenlerntreffen vor der ersten Betreuung ist der wichtigste Sicherheitsfaktor bei jeder privaten Tierbetreuung. Planen Sie mindestens 30 bis 60 Minuten auf neutralem Boden (bei Hunden) bzw. bei Ihnen zu Hause (bei Katzen und Kleintieren) ein und übergeben Sie vor Abreise ein ausgefülltes Notfall- und Pflegeblatt.
Schritt 1: Das erste Kennenlernen richtig gestalten
Vertrauen entsteht im direkten Gespräch und beim Beobachten, wie die Betreuungsperson auf Ihr Tier eingeht. Übergeben Sie Ihr Tier niemals unter Zeitdruck erst am Abreisetag.
- Bei Hunden auf neutralem Gebiet starten: Treffen Sie sich zuerst draussen zu einem gemeinsamen Spaziergang im Quartier, bevor Sie in die Wohnung gehen. So kann der Hund die neue Person entspannt einschätzen.
- Bei Katzen und Kleintieren zu Hause treffen: Zeigen Sie Futterplatz, Rückzugsorte, Katzenklo, Transportbox sowie gesicherte oder tabuisierte Fenster und Balkone.
- Körpersprache beobachten: Drängt sich die Person dem Tier nicht auf, lässt sie es von sich aus Kontakt aufnehmen und fragt gezielt nach Gewohnheiten?
- Kurze Probebetreuung vereinbaren: Bei mehrtägigen Ferien lohnt sich vorab ein einzelner Probetag oder Probespaziergang.
Schritt 2: Wichtige Fragen für das Vorgespräch
Mit diesen konkreten Punkten vermeiden Sie Missverständnisse im Alltag:
- Welche Erfahrung bringt der Sitter mit dieser Tierart, Grösse oder Rasse mit?
- Sind während der Betreuung eigene Haustiere oder kleine Kinder im Haushalt anwesend?
- Wie lange wäre das Tier maximal allein, und wie sieht der Tagesablauf aus?
- Wie reagiert Ihr Tier bei Hundebegegnungen, Velofahrern, Joggern, Gewitter, Feuerwerk (z.B. 1. August oder Silvester) oder beim Tierarzt?
- Darf der Hund von der Leine gelassen werden? (Tipp: Bei fremden Betreuungspersonen ist aus Sicherheitsgründen eine Leine oder Schleppleine fast immer die beste Wahl.)
Schritt 3: Das Schweizer Notfall- und Übergabeblatt
Legen Sie bei der Übergabe alle wichtigen Angaben ausgedruckt und zusätzlich digital per Nachricht bereit:
| Dokument / Angabe | Was gehört hinein? |
|---|---|
| Erreichbarkeit & Notfallkontakt | Ihre Ferien-Telefonnummer + eine Vertrauensperson in der Schweiz, falls Sie im Flug oder ohne Empfang sind |
| Tierarzt & 24h-Notfallklinik | Name, Adresse und Telefonnummer der Stammpraxis sowie der nächstgelegenen Tierklinik + Kostenfreigabe bis Betrag X CHF |
| Identifikation & Ausweise | Heimtierausweis / Impfpass, AMICUS-Chipnummer (bei Hunden) bzw. ANIS-Registrierung bei Freigängerkatzen |
| Futter & Medikamente | Genaue Tagesmengen, Fütterungszeiten, erlaubte Gudeli, bekannte Allergien/Unverträglichkeiten sowie Dosierung von Medikamenten |
| Versicherung & Schlüssel | Name/Policennummer der Privathaftpflichtversicherung sowie kurze Quittierung bei Übergabe von Wohnungsschlüsseln |
Schritt 4: Mit gutem Gefühl in die Ferien starten
Vereinbaren Sie kurz, wie oft Sie sich Updates wünschen – vielen Tierbesitzern reicht ein kurzes Foto am ersten Abend und alle zwei Tage eine kurze Nachricht, damit beide Seiten entspannt bleiben.
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Häufige Fragen zum Thema
Wie früh vor den Ferien sollte ich einen Tiersitter suchen?
Für reguläre Wochenenden reichen oft 1 bis 2 Wochen Vorlauf. Für beliebte Schweizer Ferienzeiten (Sommerferien, Sportferien, Herbstferien sowie Weihnachten/Neujahr) empfiehlt es sich, 4 bis 8 Wochen im Voraus ein Inserat aufzugeben, damit genügend Zeit für Kennenlerntreffen und Probetag bleibt.
Soll der Hund beim Hundesitter abgeleint werden?
Solange sich Hund und Sitter nicht über längere Zeit bestens kennen, empfiehlt sich aus Sicherheits- und Haftungsgründen das Führen an der normalen Leine oder einer Schleppleine – selbst wenn der Hund bei Ihnen zuverlässig abrufbar ist.
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